InSeBe

Ausbildung SexualBegleitung

Was zeichnet diese Ausbildung aus?

Die Initiative Sexualbegleitung InSeBe®

  • ... vertritt einen ausgesprochen emanzipativen Ansatz: Der behinderte Mensch bleibt stets das Subjekt des Handelns. Alle Hilfen gehen davon aus, dass er selbst über ein grosses Potential kreativer Energie verfügt, die er für seine eigene Entwicklung einsetzen kann. Sexuelle Selbstbestimmung wird als integraler Teil allgemeiner gesellschaftlicher Selbstbestimmung begriffen.
  • Der systemische Ansatz von InSeBe denkt bei allen Lösungsvorschlägen das Angewiesensein behinderter Menschen auf ihre BetreuerInnen mit. Durch deren aktive Einbeziehung werden Lösungen zunächst immer nach innerhalb einer bestehenden Institution gesucht, was diese Herangehensweise für die Institution selbst besonders wertvoll macht.
  • InSeBe vertritt ein integriertes Konzept zur Entwicklung sexueller Selbstbestimmung.
  • InSeBe vertritt eine positive Sicht von Sexualität, die Selbstbestimmung, Lust am Körper und Lebensfreude in den Mittelpunkt stellt, ohne die schwierigen Aspekte wie Behinderung, Ausbeutung und Gewalt auszublenden.

Sexualbegleitung InSeBe®

Sexualbegleitung InSeBe ist ein Angebot zur Förderung sexueller Kompetenz für Menschen mit Behinderung.

Die eigene Sexualität selbstbestimmt leben zu dürfen, gehört zu den Menschenrechten. Das heisst aber nicht, dass es ein Recht auf Sex gibt!

InSeBe Sexualbegleitung wurde aus diesem Grunde für Frauen und Männer mit Behinderung entwickelt. Sie ist für alle Menschen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr möglich.

Bei InSeBe können Kundinnen und Kunden keine speziellen sexuelle Akte kaufen, die unterschiedliche Preise haben. Bei InSeBe kann Zeit der Begegnung gekauft werden.

Die Kundin oder der Kunde gestaltet mit der Sexualbegleiterin oder dem Sexualbegleiter gemeinsam die Begegnung. Beide sollen immer sagen können, was sie wollen - und was sie nicht wollen. Nur was für beide in Ordnung ist, kann erlebt werden. Für die Sexualbegleitung wird eine bestimmte Zeit vereinbart, die bezahlt werden muss.

Die Frage, ob auch Geschlechtsverkehr angeboten wird kann InSeBe folgendermassen beantworten:

Wir wollen die Sexualität auf keinen Fall auf den Geschlechtsverkehr reduzieren. Unsere Begleitung ist sehr offen für sexuelle Wünsche aller Art, sofern es für Kunde und Sexualbegleitung passt.

Wir bieten Erfahrungen mit Erotik und Sexualität an, die behinderte Menschen oft anderswo noch nicht machen konnten. Diese Erlebnisse können ihnen helfen, ihr Leben glücklicher zu machen. Aber wir versorgen niemanden. Die Verantwortung für ihr Glück und für ihre Lust behalten die behinderten Menschen selber.

Wir geben behinderten Menschen die Möglichkeit, unseren Körper und ihren eigenen Körper kennen zu lernen und Sexualität besser zu verstehen.

Wir wollen, dass Sexualität mit weniger Scheu, Angst und Hemmungen genossen werden kann.

Es geht in der Sexualbegleitung sehr oft auch um Persönlichkeitsentwicklung.

Vieles wurde schon erreicht, doch noch immer bleiben berechtige Wünsche offen! Aus diesem Grunde engagieren wir uns für dieses Thema.
Und natürlich braucht Sexualbegleitung Hingabe:

Leidenschaft und Engagement für eine Sache sind doch etwas Schönes.


Die Bezeichnung "Sexualbegleitung InSeBe" verwenden nur Mitarbeitende des InSeBe, die eine von der Intitiative akzeptierte Ausbildung durchlaufen haben.

Die professionelle Ausübung der Sexualbegleitung InSeBe verlangt die Bereitschaft zum Selbstwachstum der Sexualbegleitenden.

Sie sind kontinuierlich aufgefordert und eingeladen, sich mit ihren eigenen Haltungen und Mustern zu beschäftigen. Insbesondere gilt dies für ihre Prägungen hinsichtlich ihrer eigenen sexuellen Biographie, ihrer Haltung zu Behinderten und zur Zusammenarbeit mit anderen Sexualbegleitenden.


Die Dozenten

Erich Hassler

ist Empower Sexualbegleiter ISBB® und Sexualberater ISBB.

Langjährige praktische Erfahrung in der Begleitung von behinderten Menschen zum Thema Sexualität und Selbstbestimmung.

Führt die tantrischen Angebote «Versöhnung mit dem eigenen Körper»

"Das eigene Leben in die Hand nehmen, es zu ordnen und selbstbestimmt zu gestalten",
diese Kompetenz möchte ich an andere Menschen weitergeben, die offen und bereit sind dafür.

Eva Zylka
Eva Zylka

ist Empower Sexualbegleiterin ISBB® und Sexualberaterin ISBB.

Langjährige Erfahrung in der Sexualbegleitung von Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen. Sexualpädagogische Unterrichtsangebote zum Thema "Sexualität und Behinderung" sowie Vorträge an Fachschulen der Heilerziehungspflege.

Praktiziert seit vielen Jahren Zen-Meditation (Achtsamkeits- / Bewusstseinsschulung)

Sabina Maag
Sabina Maag

ist Sexualbegleiterin InSeBe®.

Begleitet seit vielen Jahren Menschen mit einer Behinderung in ihrem Berufsalltag und bei ihren Freizeitaktivitäten.

„Ein gelungener und selbstbestimmter Alltag – eine Selbstverständlichkeit“,
dafür will ich einstehen.


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